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Die erste Kölner Müllverbrennungsanlage

Mit dem Ende der Weimarer Zeit und den ersten Jahren des »Dritten Reichs« ist der Bau und Betrieb der ersten Kölner Müllverbrennungs- bzw. -verwertungsanstalt verbunden. Bereits 1925 hatte der Rat der Stadt Köln die Errichtung einer Anlage im Niehler Industriegebiet beschlossen. Den Zuschlag erhielt die »Müll- und Schlackenverwertungsanlagen AG« (Musag).

Das Verfahren der Musag sah vor, aus der beim Schmelzprozess anfallenden Schlacke Bausteine herzustellen. Sie sollten unter anderem beim Straßenbau Verwendung finden. Aus dem Verkauf der Bausteine und des bei der Müllverbrennung erzeugten Stroms erhofften die Stadtväter, einen Überschuss für die Stadtkasse erzielen zu können.

Der Probebetrieb der Müllverbrennungsanlage und der angeschlossenen Steinfabrik startete 1928. Die Großraumwagen brachten den Müll, den sie in den Müllumladestationen aufgenommen hatten, zur Anlage. Dort wurde er sortiert und verbrannt. Doch von Anfang an gab es technische Probleme, die nie behoben werden konnten. Dazu kam, dass der Absatz der Bausteine weit hinter den Erwartungen zurückblieb. Die Stadtverwaltung machte dafür die Musag verantwortlich. Doch Nachbesserungen erbrachten auch nicht den erwünschten Erfolg.

1930 erfuhren die Bürger das Ausmaß der Probleme. Die öffentliche Auseinandersetzung über das Scheitern der Pläne war schon gekennzeichnet von der politischen Radikalisierung am Ende der Weimarer Republik. Besonders heftigen Angriffen sah sich der damalige Oberbürgermeister Konrad Adenauer ausgesetzt.

Die Steinproduktion wurde schließlich ganz aufgegeben. Geblieben war die reine Müllverbrennung. Am 31. März 1939 aber wurde die Anlage aus wirtschaftlichen Gründen ganz stillgelegt.

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