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Unternehmen \ Chronik zu 111 Jahren AWB \ Gründungsphase \ Kampf der Staubplage
Schon im 19. Jh. wurden die Fahrbahnflächen bei trockenem Wetter regelmäßig mit Wasser berieselt. So wollte man die Staubentwicklung auf den Straßen verhindern. Diese Tätigkeit hatte die Stadt bereits vor 1890 in eigener Regie durchgeführt. Ursprünglich kamen Feuerwehrleute zum Einsatz, die dafür extra bezahlt wurden. Später übernahmen Arbeiter der Straßenreinigung diese Aufgabe. 1891 standen 31 vierrädrige Pferdewagen für die Straßenberieselung zur Verfügung.
Ende des 19. Jh. fanden das ganze Jahr hindurch - wenn es die Witterung zuließ - vor dem nächtlichen Kehren eine Straßenbesprengung statt, in den Sommermonaten bei trockenem Wetter zusätzlich auch am Tage. Für die Besprengung der Straßen und Bürgersteige benutzte man »Schlauchtrommelwagen«. Sie wurden direkt an kleine Hydranten am Bürgersteig angeschlossen. Ab 1912 ersetzte man sie durch »Handsprengwagen«, an denen ein Berieselungsrohr bzw. eine Brause angebracht war.
Die »Hinterlassenschaften« der zahlreichen Pferdegespanne waren ein besonderes Problem. Deshalb wurden mindestens ein- bis zweimal in der Woche die Droschkenhalteplätze, zum Beispiel am Heumarkt und Ebertplatz, abgespült. 1904 und 1905 schaffte die Stadt jeweils einen »Motorsprengwagen« an. Diese fuhren auf den Schienen der elektrischen Straßenbahn. Die »Elektrische« war bereits seit 1901 in Betrieb.