Zum Inhalt springen. Zur Hauptnavigation springen. Zur Unternavigation springen.

Sonstige Aufgaben der Stadtreinigung

Neben den traditionellen Einsatzgebieten - Müllabfuhr und Straßenreinigung - fielen eine Reihe weiterer Aufgaben in den Verantwortungsbereich der Stadtreinigung. So waren nachts regelmäßig Abteilungen unterwegs, die die Straßensinkkästen der Kanalisation im gesamten Stadtgebiet reinigten.

Die Säuberung der öffentlichen Bedürfnisanstalten hatten schon vor 1890 städtische Arbeiter durchgeführt. Auch dies wurde jetzt von den Männern des städtischen Reinigungsbetriebs erledigt.

Das Gleiche galt ab 1892 für die Beaufsichtigung und Unterhaltung der öffentlichen Straßenbrunnen und Pumpen. Viele Häuser besaßen noch keinen eigenen Wasseranschluss. Die Bewohner waren deshalb auf die öffentlichen Brunnen angewiesen.

In Cholerazeiten stellte man gesonderte »Spül-Abteilungen« zusammen, die mit Desinfektionsmitteln versehen wurden. Sie hatten sämtliche Rinnsteine, Schlammkästen, Bedürfnisanstalten und Häuserwinkel zu desinfizieren. Außerdem desinfizierten einige speziell geschulte Arbeiter auf Anweisung der Polizeibehörden zwangsweise Wohnungen und Höfe. Ihnen wurden sogar wegepolizeiliche Befugnisse übertragen.

In den Wintermonaten stand zusätzlich noch die Schnee- und Eisräumung auf dem Programm. Die Zahl der fest angestellten Arbeiter reichte bei einem Wintereinbruch nicht aus. Deshalb verpflichtete man zusätzlich Arbeitslose als Hilfsarbeiter. Eine ganz besondere Einrichtung hatte man sich für die Schneebeseitigung ausgedacht. Den Schnee, der nicht zur Rheinwerft gekarrt und von dort in den Strom gekippt wurde, schüttete man in eigens errichtete »Kanalschächte«. Durch die Abwasserkanäle gelangte der Schnee dann ebenfalls in den Rhein.

Zurück zur Übersicht