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Stadtreinigung und Fuhrpark

Am 1. August 1890 trat das »Ortsstatut, die Straßenreinigung betreffend« in Kraft. Die ersten städtischen Arbeiter hatten bereits am 1. Juli 1890 ihre Tätigkeit aufgenommen. Das Ortsstatut beschrieb ihren Aufgabenbereich: »Die von der Stadt zu übernehmende Straßenreinigung umfasst: 1. Das Reinigen der Fuß- und Fahrbahnflächen einschließlich der Abfuhr des Kehrichts. 2. Die Beseitigung des Schnees von den Fahrbahnen. 3. Die Abfuhr der Hausabfälle.«

Zunächst waren die Arbeiter vor allem für die »Reinigung von 38 Hauptverkehrsstraßen der Altstadt, ferner der Märkte, der Straßenflächen vor den städtischen Grundstücken« verantwortlich. Jedes Jahr wurden weitere öffentliche Plätze und Straßen in den städtischen Reinigungsplan aufgenommen. Seit 1894 war das städtische Reinigungswesen für den gesamten Innenstadtbereich zuständig. Dann folgten die Straßen der Neustadt. Eine Einbeziehung der eingemeindeten Vororte war zunächst nicht vorgesehen. Doch 1898 entschied man, die städtische Straßenreinigung und Müllabfuhr auch auf die Vororte auszudehnen. 1905 umfasste der Reinigungsplan rund 700 Straßen.

Das Personal bestand 1890 aus 1 Oberaufseher, 1 Aufseher, 3 Truppführern, 16 Nachtkehrern, 6 Tagkehrern, 4 Schlammkastenreinigern und 2 vom Tiefbauamt übernommenen Reinigern der öffentlichen Bedürfnisanstalten. Anfang des 20. Jh. fanden dann schon rund 800 Menschen ein Auskommen beim städtischen Reinigungswesen.

Gleichzeitig mit dem Aufbau des Reinigungsbetriebs war ein Fuhrpark eingerichtet worden. Er stellte sowohl der Stadtreinigung als auch der Feuerwehr Fuhrwagen und Pferde zur Verfügung. Als Depot dienten dem Fuhrpark zunächst die Gebäude der »Hauptfeuerwache« im Agnesviertel. Bis 1905 hatte der Direktor der Feuerwehr auch die Oberaufsicht über Straßenreinigung und Fuhrpark.

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