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Müllentsorgung unserer Vorfahren

Über die Art und Weise, wie im antiken Köln der Müll entsorgt und die Straßen gereinigt wurden, wissen wir nicht viel. Wahrscheinlich warfen die Bewohner den Abfall in Sickergruben, in die auch die menschlichen Exkremente gelangten. Die Gruben befanden sich nahe der Wohnhäuser. Archäologen entdeckten am Rheinufer vor den Toren der damaligen Stadt aber auch Müllhalden mit Gewerbeabfällen und Hausmüll. Wie dieser dorthin kam und ob es schon eine organisierte Müllabfuhr gab, entzieht sich der Kenntnis der Historiker.

Erste Hinweise über die Stadtreinigung im Mittelalter stammen aus dem 14. und 15. Jh. Eine geregelte Müllbeseitigung hat es zunächst nicht gegeben. Haus- und Gewerbeabfälle und sogar menschliche Exkremente wurden einfach auf die Straßen und Plätze oder in einen der Stadtbäche geschüttet. Zur Vernichtung von Küchenabfällen hielt man Hausschweine. Erst seit dem 15. Jh. wird die Stadtreinigung als eine öffentliche Aufgabe verstanden. Der Rat der Stadt Köln beschäftigte sich wiederholt mit dem Müllproblem in den Straßen. So wurden die Bewohner Mitte des 15. Jh. unter Strafandrohung dazu verpflichtet, den Unrat vor ihren Türen zu beseitigen. Die städtischen Wegemeister hatten neben dem Zustand der Straßen auch über ihre Säuberung zu wachen. Zudem schloss die Stadt mit Bauern der Umgebung einen Vertrag, der den Abtransport vor allem von Mist vorsah. Dieser wurde als Dünger auf die Felder ausgebracht. Bezahlt wurden die Bauern aus dem Stadtsäckel.

Trotzdem wiederholten sich in den städtischen Erlassen die Klagen über die Zustände. 1579 stellte der Rat der Stadt Köln fest, »dass die Einwohner es vor ihren Häusern und Erbschaften ganz unsauber und unrein halten«. Die Folge davon waren große Epidemien zum Beispiel im 16. und 17. Jh..

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