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Gestiegene Ansprüche, neue Strukturen Nachdem die Mangelwirtschaft der frühen Nachkriegszeit überwunden war, wurde wieder mehr konsumiert und auch mehr Müll produziert. Bereits zwischen 1952 und 1955 stieg die jährlich in Köln anfallende Müllmenge von 385000 auf 500000 Kubikmeter. In den 60er Jahren änderte sich allmählich die Zusammensetzung des Mülls. Während der Anteil von Plastik-Verpackungen ständig zunahm, reduzierten sich die Ascheabfälle. So war es möglich, dass ab 1967 nach und nach Mülltonnen aus Kunststoff die Metalltonnen ersetzten.
Um den steigenden Ansprüchen an die Stadtreinigung gerecht werden zu können, musste der Fuhrpark ständig ergänzt und modernisiert werden. Neue Techniken und rationellere Arbeitsabläufe wurden eingeführt. Beispielsweise kamen Anfang der 70er Jahre vermehrt Müllcontainer zum Einsatz. So konnte eine größere Müllmenge in der gleichen Zeit entleert werden. Der Fuhrpark schaffte neue Universal-Müllwagen an, die auch zur Entleerung von Containern geeignet waren.
Mit der Gebietsreform von 1975 waren umfangreiche Eingemeindungen nach Köln verbunden. In den neuen Stadtteilen sorgten meist private Unternehmen für die Müllabfuhr. Nach Ablauf der Verträge wurde diese vom Kölner Stadtreinigungsbetrieb übernommen. In den 80er Jahren orientierte sich das neu strukturierte Stadtreinigungs- und Fuhramt vermehrt an marktwirtschaftlichen Prozessen. Die Zusammenarbeit mit der privaten Entsorgungswirtschaft wurde verstärkt. 1988 verabschiedete der Stadtrat ein Abfallwirtschaftskonzept, das den Bau einer Müllverbrennungsanlage und von Müllsortieranlagen vorsah. 1992 wurde die Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft (AVG) unter Beteiligung der Firma Trienekens gegründet. Seitdem ist die Müllentsorgung Aufgabe einer eigenen Gesellschaft.