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Unternehmen \ Chronik zu 111 Jahren AWB \ Wohlstandsgesellschaft \ Müllvermeidung und Müllentsorgung
In ihrem Bemühen um eine saubere Stadt setzte das Fuhramt seit den 50er Jahren verstärkt auf Öffentlichkeitsarbeit. So veranstaltete man 1955 im Rahmen einer »Sauberkeitswoche« einen Korso mit den Fahrzeugen des Fuhrparks. Seit den 70er Jahren wurde versucht, mit zeitgemäßen Plakataktionen die Bürger für die Müllproblematik in Köln zu sensibilisieren. Mit dem gewachsenen Umweltbewusstsein in den 70er und 80er Jahren standen die Themen Abfallvermeidung und umweltgerechte Müllentsorgung an erster Stelle.
Ende der 70er Jahre stellte man die ersten Glas-Sammelcontainer auf. 1984/85 folgten Papier-Sammelgefäße. Seit 1987 können besonders problematische Abfälle bei »Schadstoffmobilen« abgegeben werden. Seit der Einführung des »Grünen Punktes« 1992 besorgt die Firma Trienekens die Entsorgung von Sammelgefäßen für Papier, Glas und Leichtverpackungen. 1991 wurde die Bio-Tonne eingeführt.
Bis Ende der 60er Jahre kam der Müll ausnahmslos auf eine der zahlreichen kleinen Kippen im Kölner Stadtgebiet. Doch der städtische Deponieraum reichte bald nicht mehr aus. 1970 ging man dazu über, den Müll der Großstadt in stillgelegte Gruben des Braunkohlenreviers »Vereinigte Ville« zu entsorgen.
Aber auch die Idee der Müllverbrennung war nie ganz aufgegeben worden. Schon Ende der 50er Jahre hatte man sich wieder mit dem Thema beschäftigt. Mit dem Abfallwirtschaftskonzept von 1988 rückte die Realisierung einer Müllverbrennungsanlage näher. Nach Prüfung zahlreicher Standorte entschied man sich für ein Grundstück in Köln-Niehl, nur wenige 100 Meter von der alten Anlage entfernt. Die 1992 gegründete AVG erhielt nach einigen Diskussionen 1996 die Genehmigung zum Bau einer Restmüllverbrennungsanlage (RMVA). Seit 1998 ist sie in Betrieb.