Zum Inhalt der Seite springen.
Sie verwenden eine alte Browserversion. Daher wird die Seite möglicherweise nicht korrekt dargestellt.

Abfall vermeiden und Zero Waste

Wie Abfälle gar nicht erst entstehen - Oder: Wo fängt "Zero Waste" an?


Optimal für die Umwelt ist es natürlich, wenn Abfall gar nicht erst entsteht. Dieses Herangehen bezeichnet man auch mit dem Schlagwort "Zero Waste", also "Null Müll", was komplette Abfallvermeidung bedeutet. Und das ist viel leichter, als Sie denken! Einzig entscheidend dabei ist die Frage: Ist das wirklich Müll? Dinge, die Sie in die Mülltonne werfen, können eventuell von anderen noch gebraucht werden, mit einfachen Handgriffen repariert werden oder mit ein wenig Phantasie in anderen Bereichen noch einmal zum Einsatz kommen. Die AWB hat eine Reihe nützlicher Tipps zusammengestellt. Wir  zeigen Ihnen, wie sich Abfälle vermeiden lassen, um den Zero Waste-Gedanken zu beherzigen. Ein guter Tipp ist beispielsweise die Nutzung der AWB Tauschbörse, in der Sie Ihre gut erhaltenen Gebrauchsgegenstände direkt tauschen oder verschenken können.

Abfälle, die wir nicht sehen: Mikroplastik

Abfallvermeidung fängt im Kleinen an. Tausende Aktionen zeigen europaweit jedes Jahr Alternativen zu Wegwerfgesellschaft und Ressourcenverschwendung auf. Jeder und jede Einzelne kann etwas tun. Vom 21. bis 29. November 2020 findet die Europäische Woche der Abfallvermeidung statt. Aus dem großenThemenbereich „Invisible Waste" widmet sich die AWB in diesem Jahr dem Schwerpunktthema Mikroplastik. Erfahren Sie mehr über die Entstehung, Gefahren und Vermeidung von Mikroplastik.

3202

Bei der Umweltbelastung durch Fahrzeuge denken viele nur an die CO2-Emissionen. Der Abrieb der Reifen als Hauptverursacher für das Problem von Mikroplastik in der Umwelt wird meistens vernachlässigt.

  • Die kleinen Partikel verbreiten sich rasch in der Umwelt und sind längst in der Nahrungskette angekommen.
  • Auch wir Menschen nehmen Mikroplastik auf, nachweislich über Nahrungsmittel wie Meeresfrüchte, Meersalz und Mineralwasser.
  • Zugleich atmen wir Mikroplastik ein, das in Stäuben, vor allem in Städten, durch die Luft schwebt.
  • Pkw-Reifen machen 88 Prozent der Reifenabriebe aus, Lkw-Reifen acht Prozent, dazu kommen noch Abriebe von Skateboard-, Fahrrad- und Motorradreifen.

Zahlen, Daten, Fakten:

  • Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT hat erstmals für Deutschland eine sehr differenzierte Abschätzung hierzu erarbeitet. Mit über 30 Prozent steht der Reifenabrieb auch hier weit ab vor anderen Quellen an erster Stelle der Eintragsmengen (Fraunhofer UMSICHT, Konsortialstudie Juni 2018).
  • Das Institut identifizierte 74 verschiedene Quellen, die primäres Mikroplastik freisetzen – zu 51 Quellen konnte es auch Mengenangaben abschätzen. Insgesamt werden demnach jährlich 330.000 Tonnen bzw. 4.000 Gramm pro Kopf freigesetzt.
  • Rund ein Drittel (110.000 Tonnen) des Mikroplastiks in Deutschland gelangt auf diese Weise in die Umwelt.

Quelle: www.umsicht.fraunhofer.de/content/dam/umsicht/de/dokumente/publikationen/2018/kunststoffe-id-umwelt-konsortialstudie-mikroplastik.pdf

Achtlos in der Natur hinterlassener Plastikmüll zerfällt durch den Einfluss von UV-Strahlung, Witterung oder mechanischer Einwirkung (z.B. Meeresbrandung) zu fast unsichtbaren Partikeln. Diese Partikel unter 5 mm Durchmesser nennt man Mikroplastik. Sie sind in der Natur nur schwer abbaubar und werden von Tieren und Mikroorganismen aufgenommen.

Ursachen:

  • Hinterlassene Verpackungsabfälle, z.B. nach dem Picknick bzw. Grillen
  • Kunststoffgegenstände die von Schiffen in Gewässer geworfen werden
  • Folien auf Landwirtschaftlichen Flächen
  • Plastikgegenstände, die in die Umwelt gelangen z.B.:
    - Folien von Snack-Riegeln oder Zigarettenpackungen
    - Zigarettenfilter
    - Trinkpäckchen u.ä.

Zahlen, Daten, Fakten:

  • Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT hat erstmals für Deutschland eine sehr differenzierte Abschätzung hierzu erarbeitet. Bei ca. 8 % liegt der Anteil der Eintragsmengen der oben aufgelisteten Kunststoffabfälle (Fraunhofer UMSICHT, Konsortialstudie Juni 2018).
  • Das Institut identifizierte 74 verschiedene Quellen, die primäres Mikroplastik freisetzen – zu 51 Quellen konnte es auch Mengenangaben abschätzen. Insgesamt werden demnach jährlich 330.000 Tonnen bzw. 4.000 Gramm pro Kopf freigesetzt.
  • Rund 26.100 Tonnen des Mikroplastiks in Deutschland gelangt auf diese Weise in die Umwelt.

Quelle: www.umsicht.fraunhofer.de/content/dam/umsicht/de/dokumente/publikationen/2018/kunststoffe-id-umwelt-konsortialstudie-mikroplastik.pdf

Ein großer Teil unserer Kleidung besteht mittlerweile komplett oder zu einem Anteil aus Kunstfasern. Bei jeder Wäsche kommt es bei synthetischen Textilien zu einem Faserabrieb, insbesondere, wenn die Waschmaschine nicht voll ist. Diese Mikropartikel können weder von Filteranlagen noch in der Kläranlage vollständig aus dem Wasser entfernt werden. Sie werden von Tieren und Mikroorganismen mit Nahrung verwechselt und geraten so auch wieder in unseren Kreislauf.

Beispiele:

  • Sport- und Trekking-Kleidung
  • Badebekleidung
  • Fleece Pullover und -jacken
  • Synthetik Decken oder Bettwäsche
  • Kopf- und Sofakissen

Zahlen, Daten, Fakten:

  • Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT hat erstmals für Deutschland eine sehr differenzierte Abschätzung hierzu erarbeitet. Bei ca. 1,9 % liegt der Anteil der Eintragsmengen durch synthetische Kleidung u.ä. (Fraunhofer UMSICHT, Konsortialstudie Juni 2018).
  • Das Institut identifizierte 74 verschiedene Quellen, die primäres Mikroplastik freisetzen – zu 51 Quellen konnte es auch Mengenangaben abschätzen. Insgesamt werden demnach jährlich 330.000 Tonnen bzw. 4.000 Gramm pro Kopf freigesetzt.
  • Rund 6.200 Tonnen des Mikroplastiks in Deutschland gelangt auf diese Weise in die Umwelt.

Quelle: www.umsicht.fraunhofer.de/content/dam/umsicht/de/dokumente/publikationen/2018/kunststoffe-id-umwelt-konsortialstudie-mikroplastik.pdf

Bei Microbeads handelt es sich um sogenanntes primäres Mikroplastik. Es entsteht nicht beim Zerfall größerer Plastikteile durch Fremdeinwirkung oder Umwelteinflüsse, sondern sozusagen gebrauchsfertig in der Fabrik und wird Produkten absichtlich beigemischt.

  • Microbeads, grob übersetzt Mikroperlen, sind winzige Plastikpartikel, die beispielsweise als Schleifmittel in Peelings zur Reinigung und Glättung der Haut eingesetzt werden.
  • In Kosmetik, die nicht sofort abgespült wird, also in Cremes und Lotionen und dekorativer Kosmetik wie Make-up, Mascara oder Lippenstift verwenden viele Hersteller noch immer Mikroplastikpartikel.
  • Über die Abwässer geraten die winzigen Teilchen ungefiltert in Flüsse und Meere, wo sie zu einem riesigen Problem werden.
  • Giftstoffe lagern sich an den Partikeln an, die von Fischen und anderen Meerestieren verschluckt werden, in die Nahrungskette gelangen und so schließlich auch auf unseren Tellern landen.

Zahlen, Daten, Fakten:

  • Mikroplastik gelangt in großen Mengen auch über Reifenabrieb und durch das Waschen von Synthetik Kleidung in die Meere. Kosmetik trägt verglichen mit diesen Quellen relativ wenig zur Mikroplastikverschmutzung von Gewässern und Meeren bei.
  • 977 Tonnen Mikroplastik und 46.900 Tonnen gelöste Polymere gelangen jährlich in Deutschland allein aus Kosmetikprodukten sowie Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln (WPR) ins Abwasser.
  • Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) stellt in seinem Einkaufsratgeber Mikroplastik eine aktuelle Liste von Kosmetikprodukten mit Mikroplastik zur Verfügung.

Quellen: www.verbraucherzentrale.de und www.bund.net

322 Millionen Tonnen Kunststoff werden weltweit jährlich produziert und verbraucht, 12 Millionen davon in Deutschland. Nicht geschlossene Verwertungskreisläufe und menschliches Fehlverhalten führen dazu, dass ein Großteil der Plastikprodukte in unseren Gewässern landet. Das hat verheerende Folgen für Umwelt, Ökosysteme und Menschen.

Zahlen, Daten, Fakten:

  • 80% des Plastikmülls gelangt über die Flüsse in unsere Meere und gefährdet dort das marine Ökosystem.
  • In der Donau treiben mehr Plastikteile als Fischlarven.
  • Allein an der Oberfläche des Rhein treiben etwa 192 Millionen Mikroplastikpartikel.
  • Plastik wird immer öfter in frischem Fisch in deutschen Supermärkten nachgewiesen.

Clean River Project

Dass jeder und jede Einzelne das ändern kann, zeigt die Initiative Clean River Project. Es hat sich zur Aufgabe gemacht, ein Bewusstsein für diese Problematik zu schaffen und dagegen vorzugehen. Durch Aufklärung und die Organisation von Aufräumveranstaltungen der Gewässer setzt es sich aktiv für saubere Flüsse und Meere ein. Die Stadt Köln und die AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH unterstützten die Initiative im Rahmen von Kölle Putzmunter mit einer gemeinsam durchgeführten Aktion am Kölner Rheinufer.

Quelle: https://cleanriverproject.de/


Nützliche Tipps zur Vermeidung von Abfällen bis hin zu Zero Waste

752

In der Küche

  • Erstellen Sie sich einen Speiseplan und schreiben Sie einen Einkaufszettel! So kann vermieden werden, dass Sie mehr im Kühlschrank und in der Vorratskammer haben, als Sie benötigen.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Vorratskammer und brauchen Sie Lebensmittel, die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums sind, auf.
  • Prüfen Sie bei Lebensmitteln mit abgelaufen MHD, ob diese noch verwendbar sind. Die meisten Lebensmittel, wie z. B. Nudeln, Reis, Mehl, Zucker, Salz, Konserven sind länger haltbar als angegeben.
  • Kochen Sie mit Resten und verwenden Sie Lebensmittel, die vom Vortag übrig sind. Zero Waste bedeutet auch, Lebensmittel mit Sinn und Verstand einzusetzen, die mit hohem Energieaufwand produziert wurden.
  • Steigen Sie um auf Kranenberger! Deutsches Leitungswasser ist überall trinkbar. Verwenden Sie daher einen Wassersprudler zur eigenen Herstellung von Sprudel. So sparen Sie nicht nur Kosten und Verpackung, sondern zudem das lästige Kästenschleppen.
  • Kompostieren Sie selbst! Sogar, wer keinen Garten hat, kann mittlerweile in der Wohnung geruchsarm selbst kompostieren und so Abfälle recyceln und wertvollen Blumendünger herstellen.

Im Bad

  • Verzichten Sie im Sinne des Zero Waste auf Einwegartikel, wie zum Beispiel Rasierer aus Plastik ohne Wechselklinge.
  • Nutzen Sie eine elektrische Zahnbürste. Diese reinigt nicht nur die Zähne besser, sondern produziert beim Auswechseln der kleineren Bürsten weniger Müll.
  • Kaufen Sie Nachfüllpackungen. Diese haben häufig weniger Verpackungsmaterial und sind daher umweltfreundlicher, z. B. für Duschgel, Shampoo, Wattestäbchen usw.
  • Nutzen Sie Stückseife statt Flüssigseife. Denn die Stückseife hat zum einen weniger Verpackung und ist zum anderen ergiebiger als Flüssigseife.
  • Verzichten Sie auf den Kauf von Pröbchen oder kleinen Packungen und greifen Sie lieber zu Großpackung. Sanitärartikel haben eine lange Haltbarkeitsdauer und können daher prima gelagert werden.
  • Stoffwindeln sind nachhaltiger als Wegwerfwindeln. Konventionelle Windeln werden u.a. aus Cellulose hergestellt, die aus Holz von Bäumen gewonnen wird. Bis zu 5000 Windeln werden pro Kind benötigt. Ein Set Stoffwindeln besteht dagegen aus etwa 24 Windeln verschiedener Größen, die mit dem Kind mitwachsen und nicht immer wieder neu gekauft werden müssen.

Im Wohnzimmer

  • Do-it-yourself – wenn man etwas kaputt geht, muss dies nicht gleich im Müll landen. Reparieren Sie Ihre Lieblingsstücke und verlängern Sie so die Lebensdauer. Der Zero Waste-Lebensstil verleiht den Dingen Wert!
  • Verwenden Sie wieder aufladbare Batterien und Akkus, z. B. auch für Fernbedienungen, elektronische Geräte, Joysticks/Controller usw.
  • Kaufen oder verkaufen Sie gebrauchte Dinge! Zero Waste heißt auch, den Konsum von neuen Gegenständen zu überdenken. Sie finden schöne und guterhaltene gebrauchte Sachen z. B. auf Flohmärkten, in Kleinanzeigen und auch in Online-Portalen, wie z. B. der AWB Tauschbörse. Hier können Sie natürlich auch Ihre alten Schätze loswerden, ohne Müll zu produzieren.
  • Leihen und verschenken Sie! Das Schlagwort "Sharing Economy", also das systematische Teilen, ist eng verbunden mit Zero Waste. Bücher, DVDs oder Spiele sind Artikel, die häufig nach einem Mal Verwendung als Staubfänger enden. Büchereien oder Videotheken bieten eine günstige Möglichkeit diese Artikel mit anderen Menschen zu teilen und somit häufiger zu verwenden. So wird eine Menge an Abfall vermieden – und zusätzlich erhält man die meisten Filme oder Spiele sogar noch früher als im Handel.
  • Bringen Sie einen „Keine Werbung“-Aufkleber an Ihrem Briefkasten an. So vermeiden Sie eine Menge an Papiermüll und tragen aktiv zum Schutz der Umwelt bei.

Ressourcen schonen ist oberstes Gebot. Ein kritischer Blick auf die Verpackungsart- und menge hilft, Abfälle einzusparen und mit dem eigenen Haushalt immer mehr in Richtung Nachhaltigkeit und Zero Waste zu gehen.

Wertvolle Einkaufstipps mit einem einfachen Ampelsystem liefert der Einkaufsguide Verpackungen: grünes Licht = problemlos recycelbar, gelb = zum Teil recycelbar, rot = nicht recycelbar.

Zero Waste und Müllvermeidung beginnen in Ihrem Einkaufswagen:

  • Kaufen Sie Produkte, die nicht verpackt sind, z. B. auf Wochenmärkten oder in verpackungsfreien Supermärkten.
  • Lassen Sie sich lose Ware, wie z. B. Brot, Obst oder Fleisch, in mitgebrachte Behälter abfüllen.
  • Sparen Sie Eierkartons und kaufen Sie lose Eier! Den Eierkarton / oder die Verpackung können Sie sich hierzu jedes Mal mitnehmen.
  • Unterstützen Sie regionale Produkte: Diese sind durch ihre kurzen Transportwege sowie geringerem Lager- und Kühlaufwand besonders umweltfreundlich.
  • Verzichten Sie beim Einkaufen auf den Kauf von Portionsverpackungen. Diese produzieren erheblich mehr Müll als Sammelverpackungen.
  • Benutzen Sie wiederverwendbare Einkauftaschen, Obstnetze oder Einkaufskörbe! Plastiktüten sind wahre Müllmonster – ca. 600 Plastiktüten verbraucht jeder Deutsche pro Jahr!
  • Papier ist in Büros die weitaus größte Müllquelle. Ohne Papiersparen kein Zero Waste! Wenn Sie wirklich ausdrucken müssen, drucken Sie doppelseitig und vermeiden Sie farbigen Druck.
  • Nehmen Sie bedrucktes Papier, das Sie nicht weiter brauchen, als Schmierpapier.
  • Machen Sie Gebrauch von den Möglichkeiten, die die elektronischen Medien bieten. Sparen Sie Papier, indem Sie E-Mails schreiben und elektronische Ablagestrukturen verwenden. Digitaler statt postalischer Versand spart CO2 ein und ist damit nachhaltiger.
  • Nutzen Sie nachfüllbare Büromaterialien, wie z. B. Kugelschreiber, Tesafilm oder Kalender mit wechselbaren Seiten.
  • Verwenden Sie für Ihr Zero Waste-Mittagessen, das Sie von zu Hause mitbringen, wiederverwendbare Dosen und verzichten Sie auf Alufolie & Co. Fertiggerichte strotzen oft nur so vor Verpackungsmüll!

Zahlen to go: Einwegbecher Konsum in Köln

  • Täglich werden in Köln 450.000 Liter Kaffee getrunken
  • 180.000 Einwegbecher für Heißgetränke werden täglich alleine in Köln benutzt und weggeworfen
  • Nach rund 15 Minuten wird der Coffee to go Einwegbecher zu Abfall und landet im Papierkorb oder daneben
  • 50% der Abfälle im Papierkorb sind Einwegverpackungen

Maßnahmenplan zur nachhaltigen Verringerung der Abfallmengen in Köln
Auf dem Weg hin zu Zero Waste können Mehrweglösungen dabei helfen, die Einwegbecherflut zu reduzieren. Um diese Mehrweglösungen als Alternative zum Einwegbecher zu fördern, gibt es die Website www.coffee-to-go.koeln. Die Seite von Stadt Köln und AWB Köln wurde in Zusammenarbeit mit der IHK Köln sowie in Abstimmung mit weiteren Verbänden und Unternehmen aus Handel und Gewerbe entwickelt. Sie richtet sich sowohl an Konsumenten als auch an alle Unternehmen, die Heißgetränke in Köln anbieten.

Die Internetseite ist der erste größere Schritt einer nachhaltig agierenden Initiative zum Thema "Coffee to go" in Köln. Weitere Maßnahmen werden sukzessive umgesetzt, um die Zahl der Einwegbecher zu reduzieren, die Umwelt zu schonen und gleichzeitig die Sauberkeit in der Stadt zu verbessern.

Website coffee-to-go.koeln
Wer sich in seinem Alltag über Müllvermeidung und Zero Waste Gedanken macht, muss nicht unbedingt auf den Kaffeee unterwegs verzichten. Über eine Kartenfunktion informiert die Smartphone-optimierte Seite auf einen Blick, welche Verkaufsstellen in der Nähe Mehrwegbecher ausgeben und wieder zurücknehmen, beziehungsweise mitgebrachte kundeneigene Becher befüllen. Bereits zum Start der Seite haben sich mehr als 140 Ausgabestellen registriert, die teilweise auch einen Preisvorteil auf das Heißgetränk im Mehrwegbecher bieten. Zero Waste und Nachhaltigkeit sind also Themen, die sowohl Konsumenten als auch Erzeuger, Produzenten und Anbieter bewegt. Außerdem finden Nutzer hilfreiche Informationen und Hintergründe zum Thema "Coffee to go". Ausgabestellen können auf der Seite Informationen wie beispielsweise einen Hygieneleitfaden für das Abfüllen von Mehrwegbechern abrufen.