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Abfall vermeiden und Zero Waste

Wie Abfälle gar nicht erst entstehen - Oder: Wo fängt "Zero Waste" an?

Optimal für die Umwelt ist es natürlich, wenn Abfall gar nicht erst entsteht. Dieses Herangehen bezeichnet man auch mit dem Schlagwort "Zero Waste", also "Null Müll". Einzig entscheidend dabei ist die Frage: Ist das wirklich Müll? Dinge, die Sie in die Mülltonne werfen, können eventuell von anderen noch gebraucht werden, mit einfachen Handgriffen repariert werden oder mit ein wenig Phantasie in anderen Bereichen noch einmal zum Einsatz kommen. Die AWB informiert Sie über unterschiedliche Möglichkeiten, wie Sie den Zero Waste-Gedanken beherzigen und Abfälle vermeiden können. Nutzen Sie unseren Nachhaltigkeits-Guide, unsere Informationen über unsichtbare Abfälle wie Mikroplastik in Kosmetik und Kleidung, oder unsere Tipps für einen abfallarmen Alltag. Ein guter Tipp ist auch die Nutzung der AWB Tauschbörse, in der Sie Ihre gut erhaltenen Gebrauchsgegenstände direkt tauschen oder verschenken können.

Kölner Nachhaltigkeits-Guide

Mit kleinen Änderungen die Welt verbessern

Dieser Nachhaltigkeits-Guide richtet sich an alle Menschen, die sich für das Thema Nachhaltigkeit interessieren und ihren Alltag, ihr eigenes lokales Umfeld und die Stadt Köln nachhaltiger gestalten möchten. Im Fokus stehen die Themen Abfallvermeidung, Wiederverwendung, Recycling, Lebensmittelrettung, Reparieren, Teilen und Tauschen. In dem Guide stellen sich lokale Nachbarschaften, Vereine und Initiativen mit nachhaltigen und innovativen Ideen und Aktivitäten vor.

Ziel des Nachhaltigkeits-Guide ist die Stärkung lokaler Vernetzung und nachhaltigen Engagements. Als informativer und motivierender Wegweiser möchte er ein Bewusstsein für nachhaltige lokale Themen schaffen und zu neuen Ideen anregen.

Wir geben unser Bestes für ein sauberes Köln. Machen auch Sie mit: für eine lebenswerte Zukunft in unserer Stadt. Weitere Akteure die in den Guide aufgenommen werden möchten sind herzlich willkommen.

Kontakt: nissi@awbkoeln.de 

Kölner Initiativen zur Abfallvermeidung

Abfallvermeidung allgemein
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Köln wird Zero Waste Stadt

Mit Aktionen, Bildungsarbeit, Kampagnen und politischen Forderungen setzt sich Zero Waste Köln e.V. für Müllreduzierung und Ressourcenschonung ein.

Dabei verstehen wir uns als Netzwerk für alle, die diese Ziele teilen und selbst aktiv werden wollen; sei es bei Müllsammelaktionen, Tauschveranstaltungen, abfallfreien Picknicks, Workshops und Vorträgen, Diskussionen über die nötigen politischen Rahmenbedingungen oder eine der vielen anderen Möglichkeiten sich für ein verschwendungsfreies Leben zu engagieren.

Mehr Infos: https://zerowastekoeln.de

Kontaktdaten: Berrenrather Str. 406, 50937 Köln, hallo@zerowastekoeln.de

Das nachbarschaftliche Küchenmobil im Nordquartier kocht mit und für Euch!

Mülheim-Nord ist der Aktionsraum unseres Vereins „Wir im Nordquartier“. Mit einer relativ hohen Arbeitslosenquote, wenig hohen Bildungsabschlüssen und vielen Kindern, die in einem Haushalt mit Leistungsbezug leben. Auf dem Tisch landen häufig vorgefertigte, in Einweg verpackte Lebensmittel, eine Gewohnheit, die von den Familien nicht hinterfragt wird. Zudem ist Mülheim-Nord ein Stadtgebiet mit niedrigen Einkommen. Unverpackte, frische Lebensmittel sind meistens teurer als verpackte Convenience- Produkte. Verständlich, dass der Bezug zu frischen Lebensmitteln quasi nicht vorhanden ist.

Wir gehen raus auf die Straßen und an Orte, wo die Menschen sich täglich aufhalten. Einmal wöchentlich bereiten wir frisch und vor Ort auf unserem „Wie geht`s“- Küchenmobil ein Menü zu. Die Einen zahlen mehr - die Anderen weniger.

Mit unseren Gästen gemeinsam sparen wir Müll ein und vermeiden Einwegverpackungen. Die Obst- und Gemüseabfälle werden kompostiert. Die Gäste bringen schon jetzt teilweise eigene Behältnisse oder eigenes Geschirr mit. Zudem verwenden wir größtenteils unverpacktes Obst und Gemüse.

Unbürokratisch, niedrigschwellig und mit viel Spaß machen wir auf die Müllproblematik aufmerksam und führen unsere Nachbarschaft an frische, unverpackte Lebensmittel heran.

Kontakt: Gabi Schönau, mail@wir-im-nordquartier.de 

„Hallo Nachbar, DANKE SCHÖN“

Wilder Müll, verschmutzte Gärten, Parks und Wiesen. Dieses Bild bietet sich leider immer noch in vielen Teilen unserer Stadt. Das Problem „Müll“ ist oft in erster Linie ein Symptom für ein fehlendes Gefühl von Gemeinschaft und Nachbarschaft vieler Menschen.

Wenn man dieses Gefühl stärken kann, wenn sich diese Menschen wieder stärker mit ihrem Umfeld und Quartier identifizieren, dann gehen sie auch besser mit ihrer Umgebung um und lassen ihren Müll nicht überall herumliegen. Diese Idee bietet die Basis für die Initiative „Hallo Nachbar, DANKE SCHÖN“.

Das Team von Hallo Nachbar arbeitet eng zusammen mit den Menschen vor Ort, initiiert Aktionen, um die Nachbarschaft zu stärken und zu vernetzen und organisiert kreative Maßnahmen, die das Bewusstsein für Abfallvermeidung stärken. Seit einigen Jahren arbeitet Hallo Nachbar bereits erfolgreich im Kölner Stadtbezirk Mülheim. Seit November 2021 ist die Initiative in drei weiteren Quartieren in Köln – Neubrück, Bilderstöckchen und Bickendorf – aktiv.

Wir werden dabei unterstützt von den Abfallwirtschaftsbetrieben Köln GmbH (AWB), der Polizei, Ordnungsamt und vielen anderen Dienststellen der Stadtverwaltung. Außerdem dabei sind das Grünflächenamt und das Straßen- und Verkehrsamt der Stadt Köln. Die Sozialraumkoordinatorinnen Maria Fichte und Nadja Oertel sind wichtige Projektpartnerinnen und stehen in enger Abstimmung mit uns. Vereine und Initiativen aus der Nachbarschaft sind mit uns befreundet wie zum Beispiel der Verein nachbarschaft köln-mülheim-nord e. V., die IG Keupstraße oder der Verein Keupquartier.

Das Projekt-Team „Hallo Nachbar, DANKE SCHÖN“ freut sich auf gute Zusammenarbeit in den nächsten Jahren. Wir kümmern uns – denn Sie machen mit!

Informationen zur Hallo Nachbar finden Sie hier: https://www.hallonachbar.koeln/

Die „Kölner Rhein-Aufräum-Kommandoeinheit“ kurz K.R.A.K.E. e.V.

Mehrmals im Monat organisiert die K.R.A.K.E. Müllsammelaktionen am Rhein, an Seen, in Parks und Wäldern. Ein Großteil der Kölle-putzmunter-Anmeldungen erfolgt durch unseren Verein und seine Mitglieder. Von Anfang an waren die AWB ein verlässlicher Partner bei unseren Aktionen, bei denen bis zu 700 Menschen mitmachen. Auch der Kölner Teil des Rhine Clean Up Day im September wird von uns mit Unterstützung der AWB Köln organisiert.

Jedes Jahr landen rund eine Million Kilogramm Müll mit dem Rhein in der Nordsee und im Atlantik und der Schutz der Meerestiere liegt der K.R.A.K.E. ganz besonders am Herzen.

Viele Menschen haben wir bereits für die Problematik sensibilisert. Ein sehr wichtiger Aspekt ist das Müllsammeln in einer Gruppe. Vielen wird so die Hemmung genommen sich nach den Hinterlassenschaften anderer zu bücken und sich dabei nicht dämlich vorzukommen. Unser Motto ist „Anpacken statt rumjammern“, denn Umweltschutz und Müllsammeln sind sexy!

Neben Müllsammelaktionen halten wir Vorträge an Schulen, Kitas und Firmen, bergen eScooter aus dem Rhein und leisten Hilfe in Flutkatastrophengebieten. Aktuell soll eine auf dem Rhein schwimmende Müllfalle installiert werden. Dieses Vorhaben ist einmalig in Deutschland.

Die Aktivitäten der K.R.A.K.E. werden regelmäßig auf Facebook (www.facebook.com/rheinuferkrake) und Instagram (@k.r.a.k.e.cgn) sowie www.krake.koeln gepostet und geteilt. Auch Rundfunk, Presse und TV berichten regelmäßig über Aktionen der K.R.A.K.E.

Keinesfalls wollen wir mit erhobenem Zeigefinger umherlaufen, sondern den Normalbürger zum eigenen Denken anregen.

Reparieren
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RepairCafé im BüzE – Bürgerzentrum Ehrenfeld

Im RepairCafé im Bürgerzentrum Ehrenfeld unterstützen ehrenamtliche Reparateur*innen die Besucher*innen dabei, ihre defekten Haushaltsgeräte, zu reparieren. So wird die Lebensdauer von Alltagsgegenständen verlängert und Elektroschrott vermieden! Und obendrein kann in netter Atmosphäre bei Kaffee & Kuchen ein Pläuschchen gehalten werden. Kommt vorbei und schenkt euren defekten Elektrogeräten ein neues Leben!

Wann: jeden 3. Samstag im Monat von 11 bis 16 Uhr
Wo: Venloer Straße 429, 50825 Köln c/o Bürgerzentrum Ehrenfeld & labor gruen. GbR
Kontakt: www.reparatur-initiativen.de/repaircafe-im-bueze

Hey, Alter! Alte Rechner für junge Leute.

Die Idee: Kindern und Jugendlichen, die keinen eigenen Computer besitzen, mit der Bereitstellung von Rechnern zu mehr Chancengleichheit verhelfen - das ist die Idee von HEY, ALTER! Alte Rechner für junge Leute. - ganz einfach.

So läufts: Wir sammeln diese gebrauchten Rechner bei Unternehmen, Institutionen und von privaten Haushalten. Sie spenden ausgediente Geräte, Laptops oder Tablets. Wir machen die Geräte wieder flott. Wir säubern die Rechner von Staub und Daten und installieren das Betriebssystem Ubuntu Linux mit einem umfangreichen Softwarepaket, für alles, was in der Schule wichtig ist.

Das bringt’s: Wir verschenken die Rechner, Laptops und Tablets an Schülerinnen und Schüler, die keinen eigenen Rechner haben. Damit alle am digitalen Lernen teilhaben können. Wenn du Rechner reparieren, Ubuntu besser kennenlernen und programmieren willst, komm zu uns und mach mit!

https.//heyalter.com/koeln

3D-DRUCK & REPARATUR

Schnell und in Gedanken ganz woanders drücken wir den Schalter. Doch anstatt wie tausende Male zuvor den Toaster zu starten, das Licht anzumachen oder den Wasserkocher auszustellen, bricht der Schalter ab. Und obwohl das Gerät eigentlich noch vollkommen in Ordnung ist, können wir es nicht mehr bedienen. Ein Cent-Artikel ist häufig verantwortlich für die Entsorgung eines an sich voll funktionsfähigen Gerätes. Was früher ein typischer Fall für die Reparatur war, landet heute immer öfter auf dem jährlich wachsenden Berg an Elektroschrott. Und das nicht zuletzt, weil für viele Geräte keine passenden Ersatzteile zur Verfügung stehen oder nur schwer zugänglich sind.

Mit Hilfe von 3D-Druck ist es jedoch möglich, einen Beitrag zur Reparatur zu leisten, indem einfache Ersatzteile zu erschwinglichen Preisen hergestellt werden können. Meist handelt es sich dabei um Funktionsteile wie Knöpfe, Haken, Zahnräder oder individuelle Gehäuseteile aus Kunststoff. So können die Wieder- und Weiterverwendung von Geräten gefördert und Ressourcen geschont werden, die ansonsten für die Produktion neuer Geräte benötigt würden.

Auf www.3d-reparieren.de stehen Informationen für den Einstieg in die 3D-Reparatur zur Verfügung, von Anlaufstellen, über Workshop Materialien bis hin zu konkreten Hilfsangeboten bei der 3D-Konstruktion. Auf dem dazugehörigen Blog werden 3D-Reparatur-Fälle dokumentiert www.3d-reparieren.de/blog.

Wiederverwendung
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Refugium für wilde Bienen, Wespen, Hummeln, Spinnen, Käfer

Das Große Bienenhaus befindet sich im Kölner Stadtteil Mülheim, im Böcking Park, dort im Schulgarten der Rheinschule GGS Mülheimer Freiheit.

Es besteht überwiegend aus alten Hölzern, ausrangiertem Bauholz und alten Zedernbohlen in denen bereits Käfer siedeln. Sie werden in der Zukunft neue Gänge und Löcher schaffen, in denen sich holzliebende Wildbienen ansiedeln können. Einige Röhren wurden künstlich gebohrt. Im Inneren des Hauses gibt es eine Laubfüllung als Möglichkeit zur Überwinterung für eine Vielzahl von Kleintieren. Die Ritzen zwischen den Balken wurden mit Lehm ausgekleidet, der direkt vor Ort gewonnen wurde. In Zukunft werden sich zusätzlich einige versteckte Öffnungen durch ausgewaschenen oder rissigen Lehm bilden.

Im Fokus des Projektes stand die unmittelbare Erfahrung des Bauens, die Möglichkeit aus gebrauchten Materialien wieder etwas herstellen zu können. Die ca. 60 Schüler*innen der Rheinschule GGS, die am Haus aktiv mitbauten, konnten die Erfahrung machen, dass Baustoffe und Ressourcen direkt vor der Haustüre vorhanden sind. Wir sind gespannt, welche Tiere das Haus in Zukunft besiedeln werden.

Das Große Bienenhaus wurde realisiert mit freundlicher Unterstützung von RheinStart, einem Projekt der RheinEnergie AG.

Konzeption und Umsetzung: Dr. Wolfgang Stöcker in Zusammenarbeit mit der Rheinschule GGS Mülheimer Freiheit.
Kontakt: Wolfgang Stöcker, Tel. 0221 / 17 93 984, info@stoeckerkunst.de, www.stoeckerkunst.de
RheinStart: https://www.rheinstart.org/

Gemeinnützige SKM Köln - DE FLO GmbH

Die gemeinnützige SKM DE FLO GmbH ist eine Tochtergesellschaft des SKM Köln und eine zielgruppenspezifische Beschäftigungshilfe nach § 67 SGB XII. Die Beschäftigungshilfe hat den Auftrag, Menschen dieser Zielgruppe über tagesstrukturierende Beschäftigungsangebote in verschiedenen Gewerken zu stabilisieren und Teilhabemöglichkeiten am Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Durch Unterstützung der Hilfesuchenden zur selbständigen Bewältigung ihrer besonderen sozialen Schwierigkeiten sollen sie in die Lage versetzt werden, ihr Leben entsprechend ihren Bedürfnissen, Wünschen und Fähigkeiten zu organisieren und selbstverantwortlich zu gestalten. Beschäftigung gerade für Menschen, die kaum Chancen auf dem regulären Arbeitsmarkt haben, ist eine wichtige Funktion als Tagesstrukturierung, die Halt und Orientierung gibt und das Leben sinnvoll ausfüllt.

Dazu stehen die Gewerke Transport, Verkauf von Möbeln, Hausrat und Bekleidung, GaLa, Schreinerei und Malerei zur Verfügung.

Für uns ist dies eine wunderbare Möglichkeit, darüber zu informieren, was in der Beschäftigungshilfe in Puncto Nachhaltigkeit bereits gelebt wird und im Sinne der Abfallvermeidung noch auf den Weg gebracht werden soll. Unsere Ressourcen sind dabei fast „unerschöpflich“ und münden in einen Kreislauf der Wiederverwertung ein.

Dabei versuchen wir im Bereich Möbel kreativ „anderes“ zu denken und fügen scheinbar unbrauchbare Gegenstände zu Neuen zusammen. Durch den Beschäftigungsbereich Schreinerei stehen uns viele technische Möglichkeiten zu Verfügung dies handwerklich und fachgerecht umzusetzen. Möbel und Hausrat werden durch die Wohnungsauflösungen zusammengetragen, aufgearbeitet und durch unsere Kundschaft wiederverwertet. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch der Möbelbau durch DE FLO für die Wohneinheiten der Florastraße. Die Möblierung der Büros und der Gemeinschaftsräume werden, bis auf einen geringen unverzichtbaren Teil, aus den Mitteln bestückt, die uns durch Spenden zur Verfügung stehen. Es entstehen keine Lieferwege und Reparaturen defekter Teile können direkt vor Ort erledigt werden.

Unser Garten und Landschaftsbau stellt aus Paletten Hochbeete her und kooperiert mit der Schreinerei. Hier werden Nistkästen und Insektenhotels gebaut, die auch in den zahlreichen Gärten und Außenanlagen der Haushalte im Veedel und darüber hinaus zum Einsatz kommen können.

Ähnlich verhält es sich im Bekleidungsbereich. Die vielzähligen Spenden von Bekleidung, Kurzwaren und Schmuck verweilen nicht lange in unserem Laden „Bella Flora“.

Ressourcenbedingte Materialien werden gesondert sortiert und in den Kreislauf zurückgegeben.

Gemeinnützige SKM Köln – DE FLO GmbH
Beschäftigungshilfe
https://www.skm-koeln.de/beschaeftigungshilfe-de-flo/ 
Florastr. 114-122, 50733 Köln
E-Mail: deflo@skm-koeln.de 

Sie finden uns auch auf Facebook und Instagram.

fairstore – Ihr Kölner Second-Hand-Kaufhaus

Gut. Im fairstore, dem sozialen Kaufhaus der Diakonie Michaelshoven, erhalten Sie gute Ware zu fairen Preisen. Dabei bieten wir alles für den täglichen Bedarf. Wir verwenden fast ausschließlich Spenden aus dem Kölner Raum.

Fair. Als Inklusionsbetrieb beschäftigen wir seit 2011 langzeitarbeitslose und schwerbehinderte Menschen in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen. Mit der regionalen Verwendung von Second Hand handartikeln leisten wir unseren Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Günstig. Kunden mit einem geringen Einkommen erhalten mit unserer Kundenkarte – der faircard – bis zu 30% Rabatt zusätzlich auf unser Sortiment.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in den Stadtteilen:

  • Kalk, Kalker Hauptstr. 177, 51103 Köln, Tel. 0221 16856687
  • Mülheim, Buchheimer Str. 46, 51063 Köln, Tel. 0221 16830940
  • Nippes, Sechzigstr. 5-11, 50733 Köln, Tel. 0221 99876229
  • Südstadt, Severinstr. 87, 50678 Köln, Tel. 0221 16822938

Upcycling /Abfallvermeidung

Ich versuche Sachen, die nicht mehr benötigt werden, ein zweites Leben und damit einen neuen Sinn zu geben.

Unsere Erdressourcen sind begrenzt. In einer Überflussgesellschaft zu leben, die verschwenderisch mit ihren Ressourcen umgeht und somit auf Kosten armer Länder lebt, finde ich schwer aushaltbar. Daher versuche ich meinen Konsum auf das Nötigste zu reduzieren.

Mir ist es wichtig, bei jedem Kauf genau zu überlegen, ob ich dies wirklich benötige. Bevor ich Dinge in die Tonne werfen, überlege ich ob dies noch jemand gebrauchen kann. Oder ich überlege, wie ich die Dinge upcyclen und dem Gegenstand so eine neue Aufgabe geben kann. Ich mag diesen Prozess sehr gerne, da es immer darum geht, der Mülltonne ein kreatives Schnippchen zu schlagen. Hinzu kommt die Wertschätzung von Gegenständen und Ressourcen.

Ein Beispiel ist der selbstgemachte plastikfreie Badezimmerteppich aus alten Bettlaken. Ich habe alte Bettwäsche aufgeschnitten, zu einem Wollknäuel gewickelt und daraus einen Badezimmerteppich gehäkelt.

Kontakt: RiFe1972@gmx.net 
Mobil: 0176 / 22871954

Jugendwerkstatt Nippes

Wir - "Netzwerk e.V - Jugendwerkstatt Nippes" – möchten durch die gemeinsame Arbeit in einer Holz- und Metallwerkstatt Jugendlichen nachhaltiges Denken und Handeln vermitteln. In den Werkstätten stellen wir Upcycling Projekte unterschiedlicher Art her. Dies sind Gebrauchsgegenstände wie z.B. eine Garderobe oder ein Türschild für unsere Werkstatt. Zusätzlich entstehen viele Kunstgegenstände aus Schrott und anderen Abfällen wie z:B. ein Roboter aus Dosen und Kronkorken.

E-Mail: jugendwerkstatt@netzwerk.koeln
Webseite: https://netzwerk.koeln/jugendberufshilfen/jugendwerkstatt_nippes.html

Teilen und Tauschen
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So geht Nachbarschaft!

Das Hinsundkunzt, gelegen im Hinterhof der Berrenrather Str. 182 in 50937 Köln Sülz, ist eine im nachbarschaftlich gemeinnützigen Sinne agierende Gruppe von Künstlern, die es dir ermöglichen möchte, auf einfache Art und Weise eine Location zeitweise für deine Zwecke und Angebote nutzen zu können, ohne dich dauerhaft fest zu binden.

Im Fokus stehen das Leihen, Teilen und Tauschen.

Hier kommen einige Beispiele:

Im Hinsundkunzt gibt es auch die Möglichkeit Wertstoffe abzugeben die anschließend wieder in den Wertschöpfungskreislauf gelangen: Naturkorken, Kronkorken, Kunststoffdeckel, Kulis & Filzstifte, Aluminiumreste, Handys & Tablet PC's, Jeans-Stoffe, Tinten-Kartuschen, Toner-Kartuschen, Kabel, Zigaretten-Kippen, CD, DVD & Co., Briefmarken, Laptops & Desktop-Computer, Damen-Kleidung

Kontakt: www.Hinsundkunzt.de

Wer wir sind, was wir wollen

Wir Wunschnachbarn sind vielfältig wie das Quartier, in dem wir leben möchten: Wir sind Junge und Alte, Familien und Singles, Pädagog*innen und Planer*innen, Kinderpfleger*innen, Wissenschaftler*innen, Selbständige, Angestellte und Rentner*innen, Manager*innen, Schauspieler*innen und Ex-Banker*innen, Krankenschwester*innen, Kindergärtner *innen, Kindergartenkinder und Schüler*innen.

Uns verbindet von Beginn an der Traum von guter Nachbarschaft und mehr Gemeinschaft, in einem grünen Haus mitten in der Stadt. Hierfür haben wir uns erfolgreich auf einen dynamischen Entwicklungsprozess eingelassen, den wir gemeinsam mit viel Respekt, Kreativität, Ausdauer und Humor tragen.

Wir sind begeistert von der Idee der Baugemeinschaft und möchten mehr teilen als nur unser Wohnhaus neben Gemeinschaftsflächen und Garten auch Autos, Werkzeuge, (Lasten-)Fahrräder, Bücher und IT-Infrastruktur und Arbeit. Und wir unterstützen uns gegenseitig, z.B. bei der Kinderbetreuung und den kleinen Dingen des Alltags.

Ein Beispiel: Repair Café und Werkstatt

Gemeinsam reparieren statt wegwerfen und neukaufen ist der Grundgedanke des Repair Cafés. Dabei bieten erfahrene Hobbybastler Hilfe an, mitgebrachte Lieblingsstücke gemeinsam zu reparieren. Wir arbeiten ehrenamtlich und bieten Hilfe zur Selbsthilfe an. Alle, die beim Reparieren helfen, geben gerne ihr Bestes, weil das gemeinsame Tüfteln Spaß macht. Oft gelingt es, die Dinge wieder brauchbar zu machen und damit Neukauf und Neuproduktion zu vermeiden. Mit unserer Werkstatt sind wir Mitglied im „Verbund Offener Werkstätten“.

Unsere Nachbarschaftswerkstatt öffnen wir auch für interessierte Nachbar*innen.

An der Idee einer Baugemeinschaft Interessierte sind herzlich eingeladen, sich unter www.wunschnachbarn.de über unsere vielfältigen Ziele und Lebensformen, eine nachhaltige und ressourcenschonende Bauweise etc. zu informieren und sich zur Nachahmung inspirieren zu lassen.

Recycling
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Ein Projekt der IGLU gUG

Wir sammeln alte, getragene Jeans zum Recyceln, aus denen wieder neue Kleidung hergestellt wird. Ziel ist, auf das Thema Ressourcenver-(sch)wendung und Textilmüll aufmerksam zu machen und Kreislaufwirtschaft für Bürger*innen erlebbar zu machen. Der Denimstoff eignet sich aufgrund des hohen Baumwollanteils sehr gut für das Textilrecycling. Mindestens 95 Prozent Baumwolle sollte darin enthalten sein, damit das aussortierte Kleidungsstück zu einem neuen Garn aufbereitet werden kann. Wir möchten mit dieser Initiative einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Kontakt:
www.jeans-recycling.org 
jeans@iglu-gug.org

IGLU gUG
Drehscheibe für Nachhaltigen Konsum
Sudermanplatz 1
50670 Köln
0221-423 146 93
www.iglu-gug.org
info@iglu-gug.org 
instagram.com/iglu_gug

Drehscheibe für Nachhaltigen Konsum

Konsumenten bekommen bei uns Alternativen zu konventionellem Massenkonsum und zum Umgang mit Ressourcen aufgezeigt. Wir informieren und klären Menschen über die Auswirkungen und Fehlentwicklungen der Textilwirtschaft auf, aber auch des globalen Wirtschaftens allgemein. Wir möchten mit unserem Engagement die Menschen zum Umdenken beim Kleiderkonsum bewegen und alternative Wege wie Upcycling und Tauschen aufzeigen, um die Textilwirtschaft nachhaltig zu verändern. Für eine innovative, gemeinwohlorienterite Kreislaufwirtschaft – das Modell für die Zukunft.

Kontakt:
Sudermanplatz 1
50670 Köln
0221-423 146 93
www.iglu-gug.org 
info@iglu-gug.org 
instagram.com/iglu_gug

Lebensmittelrettung
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Gartenprojekt der Wohnhilfe Brühler Landstraße

In dem Gartenprojekt des SKM Köln in der Brühler Landstraße bewirtschaften sechs Männer gemeinsam mit ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitenden der Wohnhilfe einen 1800m² großen Garten. Natürliche Ressourcen werden zur Herstellung von eigenem Kompost und eigenem Saatgut genutzt. Die Männer leisten einen Beitrag gegen die Lebensmittelverschwendung indem sie die über den Eigenbedarf hinausgehende Ernte an die Mitarbeitenden des SKM und andere soziale Einrichtungen weiter geben. So gehen ökologisches und soziales Engagement Hand in Hand. Darüber hinaus bietet den von der Wohnungslosigkeit bedrohten Männern die Arbeit im Garten eine sinnstiftende Tagesstruktur.

Bilder sagen mehr als Worte, hier der Film zum Projekt, erstellt vom Erzbistum Köln im Rahmen des Nachhaltigkeitspreises: https://mam.erzbistum-koeln.de/

SKM Köln
Beate Ramler
Einrichtungsleiterin Wohnhilfe
Tel. 0221 /2074 209
wohnhilfe@skm-koeln.de 

Tafel e.V.

Für die Produktion jedes Lebensmittels werden Ressourcen verbraucht, Rohstoffe, wie Wasser und Energie. Mit menschlicher Arbeitskraft werden Obst, Gemüse und Getreide angebaut, geerntet, transportiert, verarbeitet, gelagert und verkauft. All das macht Lebensmittel zu wertvollen Produkten.

Dennoch werden in Deutschland jeden Tag viele Tonnen Lebensmittel vernichtet, obwohl sie noch verzehrfähig sind.

Die Kölner Tafel setzt seit 1995 ein Zeichen gegen die sinnlose Verschwendung von Lebensmitteln. Die ehrenamtlichen HelferInnen sammeln Nahrungsmittel bei Händlern, Produzenten und Bäckereien ein und verteilen diese an sozial benachteiligte Menschen. Damit schaffen sie eine Brücke zwischen Überfluss und Mangel. Dafür brauchen sie Unterstützung. Schenken Sie Ihre Zeit und unterstützen Sie ganz praktisch die Tafel Köln als ehrenamtliche Helferin oder ehrenamtlicher Helfer.

Der Ernährungsrat für Köln und Umgebung wurde im März 2016 als erster Ernährungsrat in Deutschland gegründet.

Was wollen wir? Wir möchten die Ernährungspolitik zurück in die Region holen, auf die kommunale Ebene. Wir forcieren einen aktiven Dialog zwischen Politik, Verwaltung, Erzeuger:innen, Vertrieben und Verbraucher:innen, um so langfristig und nachhaltig die Strukturen einer regionalen Lebensmittelversorgung zu stärken. Gleichzeitig möchten wir Informations- und Aktionsplattform für engagierte Bürger:innen sein, die sich für ein regionales Ernährungssystem einsetzen möchten. Wir fördern den Austausch unter Akteur:innen, Ehrenamtlichen und Bildungsträgern.

Was machen wir? Der Ernährungsrat für Köln und Umgebung e.V. arbeitet, unter Beteiligung einer breiten Öffentlichkeit, an einem Politikziel für die Kommune Köln. Faire Partnerschaften zwischen Kommunen und Landwirt:innen, einfache Zugänge für Städter:innen zu lokalen Produkten aus bäuerlicher Landwirtschaft oder aber die Vereinfachung des Marktzugangs für familiäre Landwirtschaftsbetriebe sind Alternativen zur immer weiter fortschreitenden Zentralisierung am Lebensmittelmarkt. Es ist die Grundlage für einen mentalen Wandel, der notwendig ist, um regionale Kreisläufe zu stärken und weiteren Kontrollverlust bei der Herkunft unserer Lebensmittel zu verhindern. Daneben führen wir Bildungskampagnen mit dem Ziel durch, ein Bewusstsein für den Wert der Lebensmittel und der nachhaltigen Landwirtschaft zu erzeugen und somit einen bewussteren Konsum zu fördern und die Nachfrage nach entsprechenden Produkten zu fördern.

Wie arbeiten wir? Aktuell arbeiten wir in vier Ausschüssen an unseren Zielen. Wenn Du Dich in einem Ausschuss engagieren möchtest, dann komm gerne zu unseren Treffen und lerne uns kennen: https://www.ernaehrungsrat-koeln.de/veranstaltungen/

Daneben setzen wir auch diverse Projekte um, zum Beispiel: https://www.essbare-stadt.koeln/
In der Essbaren Stadt werden Lebensmittel von, mit und für Mensch und Tier in der Stadt und im städtischen Umfeld erzeugt. In der Essbaren Stadt kannst Du nicht nur selbst Lebensmittel anbauen, sondern Dich auch vor Ort engagieren, rund um das gemeinsame Gärtnern neue Menschen kennenlernen und Teil einer neuen Gemeinschaft werden. Zudem gestaltest Du Dein Veedel und Deine Stadt mit – ganz konkret beim Gärtnern, aber oft auch politisch und stadtplanerisch.

https://stern-kita.koeln/

http://www.foodstrip.eu/


Abfälle, die wir nicht sehen: Mikroplastik

Abfallvermeidung fängt im Kleinen an. Tausende Aktionen zeigen europaweit jedes Jahr Alternativen zu Wegwerfgesellschaft und Ressourcenverschwendung auf. Jeder und jede Einzelne kann etwas tun. Erfahren Sie mehr über die Entstehung, Gefahren und Vermeidung von Mikroplastik.

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Bei der Umweltbelastung durch Fahrzeuge denken viele nur an die CO2-Emissionen. Der Abrieb der Reifen als Hauptverursacher für das Problem von Mikroplastik in der Umwelt wird meistens vernachlässigt.

  • Die kleinen Partikel verbreiten sich rasch in der Umwelt und sind längst in der Nahrungskette angekommen.
  • Auch wir Menschen nehmen Mikroplastik auf, nachweislich über Nahrungsmittel wie Meeresfrüchte, Meersalz und Mineralwasser.
  • Zugleich atmen wir Mikroplastik ein, das in Stäuben, vor allem in Städten, durch die Luft schwebt.
  • Pkw-Reifen machen 88 Prozent der Reifenabriebe aus, Lkw-Reifen acht Prozent, dazu kommen noch Abriebe von Skateboard-, Fahrrad- und Motorradreifen.

Zahlen, Daten, Fakten:

  • Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT hat erstmals für Deutschland eine sehr differenzierte Abschätzung hierzu erarbeitet. Mit über 30 Prozent steht der Reifenabrieb auch hier weit ab vor anderen Quellen an erster Stelle der Eintragsmengen (Fraunhofer UMSICHT, Konsortialstudie Juni 2018).
  • Das Institut identifizierte 74 verschiedene Quellen, die primäres Mikroplastik freisetzen – zu 51 Quellen konnte es auch Mengenangaben abschätzen. Insgesamt werden demnach jährlich 330.000 Tonnen bzw. 4.000 Gramm pro Kopf freigesetzt.
  • Rund ein Drittel (110.000 Tonnen) des Mikroplastiks in Deutschland gelangt auf diese Weise in die Umwelt.

Quelle: www.umsicht.fraunhofer.de/content/dam/umsicht/de/dokumente/publikationen/2018/kunststoffe-id-umwelt-konsortialstudie-mikroplastik.pdf

Achtlos in der Natur hinterlassener Plastikmüll zerfällt durch den Einfluss von UV-Strahlung, Witterung oder mechanischer Einwirkung (z.B. Meeresbrandung) zu fast unsichtbaren Partikeln. Diese Partikel unter 5 mm Durchmesser nennt man Mikroplastik. Sie sind in der Natur nur schwer abbaubar und werden von Tieren und Mikroorganismen aufgenommen.

Ursachen:

  • Hinterlassene Verpackungsabfälle, z.B. nach dem Picknick bzw. Grillen
  • Kunststoffgegenstände die von Schiffen in Gewässer geworfen werden
  • Folien auf Landwirtschaftlichen Flächen
  • Plastikgegenstände, die in die Umwelt gelangen z.B.:
    - Folien von Snack-Riegeln oder Zigarettenpackungen
    - Zigarettenfilter
    - Trinkpäckchen u.ä.

Zahlen, Daten, Fakten:

  • Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT hat erstmals für Deutschland eine sehr differenzierte Abschätzung hierzu erarbeitet. Bei ca. 8 % liegt der Anteil der Eintragsmengen der oben aufgelisteten Kunststoffabfälle (Fraunhofer UMSICHT, Konsortialstudie Juni 2018).
  • Das Institut identifizierte 74 verschiedene Quellen, die primäres Mikroplastik freisetzen – zu 51 Quellen konnte es auch Mengenangaben abschätzen. Insgesamt werden demnach jährlich 330.000 Tonnen bzw. 4.000 Gramm pro Kopf freigesetzt.
  • Rund 26.100 Tonnen des Mikroplastiks in Deutschland gelangt auf diese Weise in die Umwelt.

Quelle: www.umsicht.fraunhofer.de/content/dam/umsicht/de/dokumente/publikationen/2018/kunststoffe-id-umwelt-konsortialstudie-mikroplastik.pdf

Ein großer Teil unserer Kleidung besteht mittlerweile komplett oder zu einem Anteil aus Kunstfasern. Bei jeder Wäsche kommt es bei synthetischen Textilien zu einem Faserabrieb, insbesondere, wenn die Waschmaschine nicht voll ist. Diese Mikropartikel können weder von Filteranlagen noch in der Kläranlage vollständig aus dem Wasser entfernt werden. Sie werden von Tieren und Mikroorganismen mit Nahrung verwechselt und geraten so auch wieder in unseren Kreislauf.

Beispiele:

  • Sport- und Trekking-Kleidung
  • Badebekleidung
  • Fleece Pullover und -jacken
  • Synthetik Decken oder Bettwäsche
  • Kopf- und Sofakissen

Zahlen, Daten, Fakten:

  • Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT hat erstmals für Deutschland eine sehr differenzierte Abschätzung hierzu erarbeitet. Bei ca. 1,9 % liegt der Anteil der Eintragsmengen durch synthetische Kleidung u.ä. (Fraunhofer UMSICHT, Konsortialstudie Juni 2018).
  • Das Institut identifizierte 74 verschiedene Quellen, die primäres Mikroplastik freisetzen – zu 51 Quellen konnte es auch Mengenangaben abschätzen. Insgesamt werden demnach jährlich 330.000 Tonnen bzw. 4.000 Gramm pro Kopf freigesetzt.
  • Rund 6.200 Tonnen des Mikroplastiks in Deutschland gelangt auf diese Weise in die Umwelt.

Quelle: www.umsicht.fraunhofer.de/content/dam/umsicht/de/dokumente/publikationen/2018/kunststoffe-id-umwelt-konsortialstudie-mikroplastik.pdf

Bei Microbeads handelt es sich um sogenanntes primäres Mikroplastik. Es entsteht nicht beim Zerfall größerer Plastikteile durch Fremdeinwirkung oder Umwelteinflüsse, sondern sozusagen gebrauchsfertig in der Fabrik und wird Produkten absichtlich beigemischt.

  • Microbeads, grob übersetzt Mikroperlen, sind winzige Plastikpartikel, die beispielsweise als Schleifmittel in Peelings zur Reinigung und Glättung der Haut eingesetzt werden.
  • In Kosmetik, die nicht sofort abgespült wird, also in Cremes und Lotionen und dekorativer Kosmetik wie Make-up, Mascara oder Lippenstift verwenden viele Hersteller noch immer Mikroplastikpartikel.
  • Über die Abwässer geraten die winzigen Teilchen ungefiltert in Flüsse und Meere, wo sie zu einem riesigen Problem werden.
  • Giftstoffe lagern sich an den Partikeln an, die von Fischen und anderen Meerestieren verschluckt werden, in die Nahrungskette gelangen und so schließlich auch auf unseren Tellern landen.

Zahlen, Daten, Fakten:

  • Mikroplastik gelangt in großen Mengen auch über Reifenabrieb und durch das Waschen von Synthetik Kleidung in die Meere. Kosmetik trägt verglichen mit diesen Quellen relativ wenig zur Mikroplastikverschmutzung von Gewässern und Meeren bei.
  • 977 Tonnen Mikroplastik und 46.900 Tonnen gelöste Polymere gelangen jährlich in Deutschland allein aus Kosmetikprodukten sowie Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln (WPR) ins Abwasser.
  • Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) stellt in seinem Einkaufsratgeber Mikroplastik eine aktuelle Liste von Kosmetikprodukten mit Mikroplastik zur Verfügung.

Quellen: www.verbraucherzentrale.de und www.bund.net

322 Millionen Tonnen Kunststoff werden weltweit jährlich produziert und verbraucht, 12 Millionen davon in Deutschland. Nicht geschlossene Verwertungskreisläufe und menschliches Fehlverhalten führen dazu, dass ein Großteil der Plastikprodukte in unseren Gewässern landet. Das hat verheerende Folgen für Umwelt, Ökosysteme und Menschen.

Zahlen, Daten, Fakten:

  • 80% des Plastikmülls gelangt über die Flüsse in unsere Meere und gefährdet dort das marine Ökosystem.
  • In der Donau treiben mehr Plastikteile als Fischlarven.
  • Allein an der Oberfläche des Rhein treiben etwa 192 Millionen Mikroplastikpartikel.
  • Plastik wird immer öfter in frischem Fisch in deutschen Supermärkten nachgewiesen.

Clean River Project

Dass jeder und jede Einzelne das ändern kann, zeigt die Initiative Clean River Project. Es hat sich zur Aufgabe gemacht, ein Bewusstsein für diese Problematik zu schaffen und dagegen vorzugehen. Durch Aufklärung und die Organisation von Aufräumveranstaltungen der Gewässer setzt es sich aktiv für saubere Flüsse und Meere ein. Die Stadt Köln und die AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH unterstützten die Initiative im Rahmen von Kölle Putzmunter mit einer gemeinsam durchgeführten Aktion am Kölner Rheinufer.

Quelle: https://cleanriverproject.de/


Nützliche Tipps zur Vermeidung von Abfällen bis hin zu Zero Waste

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In der Küche

  • Erstellen Sie sich einen Speiseplan und schreiben Sie einen Einkaufszettel! So kann vermieden werden, dass Sie mehr im Kühlschrank und in der Vorratskammer haben, als Sie benötigen.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Vorratskammer und brauchen Sie Lebensmittel, die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums sind, auf.
  • Prüfen Sie bei Lebensmitteln mit abgelaufen MHD, ob diese noch verwendbar sind. Die meisten Lebensmittel, wie z. B. Nudeln, Reis, Mehl, Zucker, Salz, Konserven sind länger haltbar als angegeben.
  • Kochen Sie mit Resten und verwenden Sie Lebensmittel, die vom Vortag übrig sind. Zero Waste bedeutet auch, Lebensmittel mit Sinn und Verstand einzusetzen, die mit hohem Energieaufwand produziert wurden.
  • Steigen Sie um auf Kranenberger! Deutsches Leitungswasser ist überall trinkbar. Verwenden Sie daher einen Wassersprudler zur eigenen Herstellung von Sprudel. So sparen Sie nicht nur Kosten und Verpackung, sondern zudem das lästige Kästenschleppen.
  • Kompostieren Sie selbst! Sogar, wer keinen Garten hat, kann mittlerweile in der Wohnung geruchsarm selbst kompostieren und so Abfälle recyceln und wertvollen Blumendünger herstellen.

Im Bad

  • Verzichten Sie im Sinne des Zero Waste auf Einwegartikel, wie zum Beispiel Rasierer aus Plastik ohne Wechselklinge.
  • Nutzen Sie eine elektrische Zahnbürste. Diese reinigt nicht nur die Zähne besser, sondern produziert beim Auswechseln der kleineren Bürsten weniger Müll.
  • Kaufen Sie Nachfüllpackungen. Diese haben häufig weniger Verpackungsmaterial und sind daher umweltfreundlicher, z. B. für Duschgel, Shampoo, Wattestäbchen usw.
  • Nutzen Sie Stückseife statt Flüssigseife. Denn die Stückseife hat zum einen weniger Verpackung und ist zum anderen ergiebiger als Flüssigseife.
  • Verzichten Sie auf den Kauf von Pröbchen oder kleinen Packungen und greifen Sie lieber zu Großpackung. Sanitärartikel haben eine lange Haltbarkeitsdauer und können daher prima gelagert werden.
  • Stoffwindeln sind nachhaltiger als Wegwerfwindeln. Konventionelle Windeln werden u.a. aus Cellulose hergestellt, die aus Holz von Bäumen gewonnen wird. Bis zu 5000 Windeln werden pro Kind benötigt. Ein Set Stoffwindeln besteht dagegen aus etwa 24 Windeln verschiedener Größen, die mit dem Kind mitwachsen und nicht immer wieder neu gekauft werden müssen.

Im Wohnzimmer

  • Do-it-yourself – wenn man etwas kaputt geht, muss dies nicht gleich im Müll landen. Reparieren Sie Ihre Lieblingsstücke und verlängern Sie so die Lebensdauer. Der Zero Waste-Lebensstil verleiht den Dingen Wert!
  • Verwenden Sie wieder aufladbare Batterien und Akkus, z. B. auch für Fernbedienungen, elektronische Geräte, Joysticks/Controller usw.
  • Kaufen oder verkaufen Sie gebrauchte Dinge! Zero Waste heißt auch, den Konsum von neuen Gegenständen zu überdenken. Sie finden schöne und guterhaltene gebrauchte Sachen z. B. auf Flohmärkten, in Kleinanzeigen und auch in Online-Portalen, wie z. B. der AWB Tauschbörse. Hier können Sie natürlich auch Ihre alten Schätze loswerden, ohne Müll zu produzieren.
  • Leihen und verschenken Sie! Das Schlagwort "Sharing Economy", also das systematische Teilen, ist eng verbunden mit Zero Waste. Bücher, DVDs oder Spiele sind Artikel, die häufig nach einem Mal Verwendung als Staubfänger enden. Büchereien oder Videotheken bieten eine günstige Möglichkeit diese Artikel mit anderen Menschen zu teilen und somit häufiger zu verwenden. So wird eine Menge an Abfall vermieden – und zusätzlich erhält man die meisten Filme oder Spiele sogar noch früher als im Handel.
  • Bringen Sie einen „Keine Werbung“-Aufkleber an Ihrem Briefkasten an. So vermeiden Sie eine Menge an Papiermüll und tragen aktiv zum Schutz der Umwelt bei.

Ressourcen schonen ist oberstes Gebot. Ein kritischer Blick auf die Verpackungsart- und menge hilft, Abfälle einzusparen und mit dem eigenen Haushalt immer mehr in Richtung Nachhaltigkeit und Zero Waste zu gehen.

Wertvolle Einkaufstipps mit einem einfachen Ampelsystem liefert der Einkaufsguide Verpackungen: grünes Licht = problemlos recycelbar, gelb = zum Teil recycelbar, rot = nicht recycelbar.

Zero Waste und Müllvermeidung beginnen in Ihrem Einkaufswagen:

  • Kaufen Sie Produkte, die nicht verpackt sind, z. B. auf Wochenmärkten oder in verpackungsfreien Supermärkten.
  • Lassen Sie sich lose Ware, wie z. B. Brot, Obst oder Fleisch, in mitgebrachte Behälter abfüllen.
  • Sparen Sie Eierkartons und kaufen Sie lose Eier! Den Eierkarton / oder die Verpackung können Sie sich hierzu jedes Mal mitnehmen.
  • Unterstützen Sie regionale Produkte: Diese sind durch ihre kurzen Transportwege sowie geringerem Lager- und Kühlaufwand besonders umweltfreundlich.
  • Verzichten Sie beim Einkaufen auf den Kauf von Portionsverpackungen. Diese produzieren erheblich mehr Müll als Sammelverpackungen.
  • Benutzen Sie wiederverwendbare Einkauftaschen, Obstnetze oder Einkaufskörbe! Plastiktüten sind wahre Müllmonster – ca. 600 Plastiktüten verbraucht jeder Deutsche pro Jahr!
  • Papier ist in Büros die weitaus größte Müllquelle. Ohne Papiersparen kein Zero Waste! Wenn Sie wirklich ausdrucken müssen, drucken Sie doppelseitig und vermeiden Sie farbigen Druck.
  • Nehmen Sie bedrucktes Papier, das Sie nicht weiter brauchen, als Schmierpapier.
  • Machen Sie Gebrauch von den Möglichkeiten, die die elektronischen Medien bieten. Sparen Sie Papier, indem Sie E-Mails schreiben und elektronische Ablagestrukturen verwenden. Digitaler statt postalischer Versand spart CO2 ein und ist damit nachhaltiger.
  • Nutzen Sie nachfüllbare Büromaterialien, wie z. B. Kugelschreiber, Tesafilm oder Kalender mit wechselbaren Seiten.
  • Verwenden Sie für Ihr Zero Waste-Mittagessen, das Sie von zu Hause mitbringen, wiederverwendbare Dosen und verzichten Sie auf Alufolie & Co. Fertiggerichte strotzen oft nur so vor Verpackungsmüll!

Zahlen to go: Einwegbecher Konsum in Köln

  • Täglich werden in Köln 450.000 Liter Kaffee getrunken
  • 180.000 Einwegbecher für Heißgetränke werden täglich alleine in Köln benutzt und weggeworfen
  • Nach rund 15 Minuten wird der Coffee to go Einwegbecher zu Abfall und landet im Papierkorb oder daneben
  • 50% der Abfälle im Papierkorb sind Einwegverpackungen

Maßnahmenplan zur nachhaltigen Verringerung der Abfallmengen in Köln
Auf dem Weg hin zu Zero Waste können Mehrweglösungen dabei helfen, die Einwegbecherflut zu reduzieren. Um diese Mehrweglösungen als Alternative zum Einwegbecher zu fördern, gibt es die Website www.coffee-to-go.koeln. Die Seite von Stadt Köln und AWB Köln wurde in Zusammenarbeit mit der IHK Köln sowie in Abstimmung mit weiteren Verbänden und Unternehmen aus Handel und Gewerbe entwickelt. Sie richtet sich sowohl an Konsumenten als auch an alle Unternehmen, die Heißgetränke in Köln anbieten.

Die Internetseite ist der erste größere Schritt einer nachhaltig agierenden Initiative zum Thema "Coffee to go" in Köln. Weitere Maßnahmen werden sukzessive umgesetzt, um die Zahl der Einwegbecher zu reduzieren, die Umwelt zu schonen und gleichzeitig die Sauberkeit in der Stadt zu verbessern.

Website coffee-to-go.koeln
Wer sich in seinem Alltag über Müllvermeidung und Zero Waste Gedanken macht, muss nicht unbedingt auf den Kaffeee unterwegs verzichten. Über eine Kartenfunktion informiert die Smartphone-optimierte Seite auf einen Blick, welche Verkaufsstellen in der Nähe Mehrwegbecher ausgeben und wieder zurücknehmen, beziehungsweise mitgebrachte kundeneigene Becher befüllen. Bereits zum Start der Seite haben sich mehr als 140 Ausgabestellen registriert, die teilweise auch einen Preisvorteil auf das Heißgetränk im Mehrwegbecher bieten. Zero Waste und Nachhaltigkeit sind also Themen, die sowohl Konsumenten als auch Erzeuger, Produzenten und Anbieter bewegt. Außerdem finden Nutzer hilfreiche Informationen und Hintergründe zum Thema "Coffee to go". Ausgabestellen können auf der Seite Informationen wie beispielsweise einen Hygieneleitfaden für das Abfüllen von Mehrwegbechern abrufen.