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AWB Köln blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurück

Gesamtumsatz steigt auf 171,9 Millionen Euro 

Gewinn liegt erneut bei 12,7 Millionen Euro


Die AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH (AWB) blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurück: Der Gesamtumsatz stieg auf 171,9 Mio. Euro und erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahr um 6,9 Mio. Euro. Der Anstieg ist zum großen Teil damit zu erklären, dass die AWB vertragliche Preise angepasst und Leistungen ausgeweitet hat.

Mit dem erzielten Jahresüberschuss von 12,7 Mio. Euro konnte die Wirtschaftsplanung des Jahres 2019 um 1,7 Mio. € übertroffen werden.

Die AWB konnte durch die Verlängerung der Leistungsverträge mit der Stadt Köln für den Zeitraum ab dem 1. Januar 2019 für weitere 15 Jahre die notwendige Planungssicherheit für den wesentlichen Teil der Umsätze erzielen. Allerdings muss die AWB bei nahezu gleich bleibenden Entgelten umfangreichere Leistungen gegenüber der Stadt Köln sowohl im gebühren- wie auch im haushaltsfinanzierten Bereich erbringen. Hier sind komplett neue Leistungen, wie zum Beispiel die Intensiv- und Zwischenreinigung in der satzungsgemäßen Straßenreinigung, zu nennen. Außerdem wurden bestehende Aufgaben erweitert, zum Beispiel im Littering oder beim Servicelevel auf den Wertstoff-Centern.

Highlights des Geschäftsjahres 2019:

Das erste Geschäftsjahr nach der Vertragsverlängerung liegt hinter der AWB. Und es war ein Jahr, in dem wichtige Grundsteine für die Zukunft gesetzt wurden.

Ein Grundstein im wahrsten Sinne des Wortes wurde im Mai am Standort Christian-Sünner-Straße gelegt: Der Neubau schreitet seitdem zügig voran und bereits ab dem Herbst 2020 sollen dort über 600 Beschäftigte der AWB arbeiten. Von hier aus werden dann rund 20.000 Tonnen Abfälle pro Jahr aus dem rechtsrheinischen Köln eingesammelt.

Bei der Planung stellte die AWB unter Beweis, dass Nachhaltigkeit für das Unternehmen keine Worthülse ist. Von Anfang an wurden bereits die Faktoren Energieeffizienz sowie Umwelt- und Ressourcenschonung berücksichtigt. Um ein paar Beispiele zu nennen: Effiziente Wärmeregulation in den Räumen ist nicht nur aus ökonomischer, sondern ist auch aus ökologischer Sicht wertvoll. Gleiches gilt für die biologische Wasseraufbereitungsanlage. Hier wird Brauchwasser zurückgewonnen und beispielsweise für Fahrzeugwäschen eingesetzt. Die Errichtung einer Photovoltaikanlage oder der Aufbau von Ladestationen für Elektrofahrzeuge muten dagegen fast schon als nachhaltige Basics an.

Nicht nur Nachhaltigkeit, auch Digitalisierung ist eines der großen Themen, die die AWB bewegen. Sie bietet die Chance, wesentliche gesamtgesellschaftliche Herausforderungen der Zukunft, wie den demografischen Wandel oder die Energiewende, auf bisher nicht gedachtem Wege anzugehen.

Was erhofft sich die AWB dadurch?

Einerseits sollen effektive und effiziente Prozesse eine Zeit- und Ressourcenersparnis ermöglichen. Andererseits bietet sich die Chance, Produkte und Geschäftsmodelle weiterentwickeln zu können und damit neue Umsätze zu generieren.

Geschäftsführer Peter Mooren: „Die Digitalisierung erfordert eine hohe Veränderungsbereitschaft. Wir bei der AWB sind uns bewusst, dass wir nur gemeinsam diesen Wandel gestalten können, ist es doch unser Ziel, die Digitalisierung nicht einfach „nur“ zu bewältigen, sondern aktiv zu gestalten.“ Dabei wird sich die kommunale Abfallwirtschaft und Stadtreinigung nicht nur in Köln mit verschiedenen Themen wie Robotik, Sensorik, digitale Daten, Automatisierung und digitale Nutzerschnittstellen auseinandersetzen.

Ein ebenso wichtiges Thema ist der Fachkräftemangel, der ein reales Problem ist, auch für die AWB. Frühzeitig Nachwuchskräfte zu gewinnen und zu fördern, wird immer bedeutsamer. AWB-Geschäftsführer Peter Mooren: „Wir sind sehr stolz darauf, dass 25 junge Menschen in der AWB den richtigen Partner sehen und mit ihrem Ausbildungsbeginn den Grundstein für ihren beruflichen Werdegang legen. Wir freuen uns sehr, zum 31.12.2019 insgesamt 44 hoch motivierte Auszubildende in unseren Reihen zu haben.“

Die AWB bietet nicht nur eine qualifizierte Ausbildung mit guten Zukunftschancen, sondern sorgt im Rahmen der Personalentwicklung ebenfalls dafür, dass sich das Ausscheiden langjähriger Mitarbeiter nicht nachteilig auf die Leistungsfähigkeit des Unternehmens auswirkt. Geschäftsführer Peter Mooren stellt klar: „Unsere Auszubildenden von heute sind die Fachkräfte von morgen. Zusammen mit über 1.800 Kolleginnen und Kollegen sichern sie gemeinsam die Zukunft der AWB Köln.“

Die AWB hat im Geschäftsjahr 2019 aber auch noch weitere Themen zum Wohle von Köln und der hier lebenden Menschen vorangetrieben. Hierzu gehören:

Erfolgreicher Abschluss der Teststrecke „Ringe"

Die AWB hat auf einer Teststrecke auf dem Hohenzollernring zwischen Rudolfplatz und Ehrenstraße ein Pilotprojekt zur intensiveren Reinigung durchgeführt. Zusätzlichen Reinigungsleistungen wie mehrmalige Nassreinigungen, Kaugummientfernung, manuelles Entfernen von Farbschmierereien sowie der Einsatz von sogenannten Kümmerern konnten das Stadtbild aufwerten.

Reinigung von Stadtmobiliar

Seit dem Jahr 2019 reinigt die AWB in erweitertem Umfang städtisches Mobiliar, wie beispielsweise Absperrungen, Verkehrsbeschilderungen, Bänke und Lichtsignalanlagen. Diese Maßnahmen werten das Stadtbild deutlich auf.

Neues Abfallwirtschaftskonzept

Im Vorjahr hat der Rat der Stadt Köln das neue Abfallwirtschaftskonzept verabschiedet. Das Konzept beschreibt den aktuellen Stand der Kölner Kreislauf- und Entsorgungswirtschaft sowie neue abfallwirtschaftliche Maßnahmen für die nächsten zehn Jahre, die die Abfallvermeidung und -verwertung in Köln noch stärker vorantreiben sollen. Insbesondere die Aspekte Entsorgungssicherheit, Abfallvermeidung und Verwertung sind dabei von besonderer Wichtigkeit. Für das Jahr 2020 ist bereits ein erster Sachstandsbericht zum geltenden Abfallwirtschaftskonzept geplant.

 

 Abfallwirtschaftsbetriebe Köln auf einen Blick – Stand 31.12.

 

 *) Seit dem 1. Januar 2014 existiert ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Stadtwerke Köln GmbH.
Die dargestellten Ergebnisse sind jeweils das Ergebnis vor Ergebnisabführung.

**) Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter gibt die gem. § 267 Abs. 5 ermittelte Zahl wieder

***) Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthält wegen des Ergebnisabführungsvertrages kein Jahresergebnis mehr.