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AWB Köln blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2020 zurück

Gesamtumsatz steigt auf 176,3 Millionen Euro

Gewinn mit 13,4 Millionen Euro geringfügig höher

 

Die AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH (AWB) blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2020 zurück: Der Gesamtumsatz stieg auf 176,3 Mio. Euro und erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahr um 4,4 Mio. Euro. Der Anstieg ist zum großen Teil durch preisliche Vertragsanpassungen und Leistungserweiterungen verursacht.

Die AWB ist mit dem guten Verlauf des Geschäftsjahres 2020 und dem erzielten Jahresüberschuss von 13,4 Mio. Euro, trotz der Belastung aus den eingebrochenen Wertstofferlö-sen und der Herausforderung durch die Corona-Pandemie, sehr zufrieden.

Highlights des Geschäftsjahres 2020:

Die Corona-Pandemie hat die AWB vor ungeahnte und besondere Herausforderungen gestellt. Die rund 1.900 Beschäftigten der AWB sind in einem Bereich tätig, dessen Systemrelevanz gerade in schwierigen Zeiten deutlich wird. Eine der Branchen, für die „Lockdown“ ein Fremdwort ist, und die im Gegenteil ihre vielfältigen Leistungen der Daseinsvorsorge ohne die Möglichkeit von Homeoffice in den gewerblichen Bereichen aufrechterhalten hat.

Als Beispiel sind die Wertstoff-Center zu nennen, die im Pandemie-Jahr 2020 einen immensen Zulauf verzeichnen konnten. Durch das hohe Besucheraufkommen und die gleichzeitig bestehenden reduzierten Annahmemöglichkeiten aufgrund der Kontaktbeschränkungen und daraus resultierenden Wartezeiten entstand ein Unmut bei den Bürgerinnen und Bürgern, der die AWB Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor eine schwierige Aufgabe gestellt hat.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise sind auch bei der AWB zu spüren: Die Men-gen der Gewerbe- und Industrieabfälle gingen während der Lockdowns zurück und zahlreiche Reinigungsaufträge konnten wegen abgesagter Veranstaltungen in Köln nicht durchgeführt werden.

Die Bewältigung der Corona-Pandemie war aber nicht das einzige Thema, das die AWB im vergangenen Jahr bewegt hat. Im September 2020 konnte planmäßig der zukunftsweisende Betriebshof für die Abfalllogistik und Stadtreinigung im rechtsrheinischen Köln an der Christian-Sünner-Straße eröffnet werden. Auf einer Fläche von etwa 36.000 Quadratmetern ist ein Komplex aus fünf Gebäuden entstanden: ein Büro- und Sozialgebäude für rund 650 Beschäftigte, ein Werkstattgebäude inklusive Waschhalle, eine Fahrzeughalle, ein Pförtnerhaus sowie ein 5000 Tonnen fassendes Salzlager mit Förder- und Abfüllanlagen sowie Soleaufbereitungstechnik. AWB-Geschäftsführer und Sprecher Peter Mooren: „Wir sind davon überzeugt, dass die AWB Köln mit dem neuen Standort gut für die Zukunft aufgestellt ist.“

„Abfallvermeidung kommt in der Abfallhierarchie vor Wiederverwendung, vor Recycling, vor sonstiger Verwertung, vor Beseitigung. Die AWB setzt hier schon seit vielen Jahren erfolgreich eigene Akzente.“ sagt Peter Mooren.

So betreibt die AWB z.B. seit 2013 eine Online-Tauschbörse auf der Möbel oder Klei-dungstücke an neue Besitzer vermittelt werden. Gemeinsam mit der Stadt Köln, der IHK Köln sowie Verbänden und Unternehmen aus Handel/Gewerbe wurde im Jahr 2018 zudem ein Mehrwegbechersystem für Köln eingeführt. An über 240 Standorten können Mehrweg-Kaffeebecher nun einfach zurückgegeben und Abfälle vermieden werden.

Ein weiteres Thema ist die Digitalisierung, der mit der 2016 initiierten und 2020 aktualisierten Digitalisierungsstrategie der AWB Rechnung getragen wird. Die AWB will mit smarten Innovationen den Service weiter verbessern und zusätzliche Projekte forcieren, die im vom Stadtwerke Köln Konzern (SWK) und von der Stadt Köln initiierten Projekt „Digitale Zukunftsstadt Köln“ angesiedelt sind. Dazu gehört auch ein Pilotvorhaben mit sogenannter Fleetboardtechnik. Dabei werden Fahrzeuge der AWB-Flotte im Rahmen eines sogenannten „Piloten“ mit Sensoren ausgestattet, die im alltäglichen Einsatz permanent Befahrbarkeit, Breite und Zustand der Straßen ermitteln können. Das Ziel der AWB ist ein stets genaues und aktuelles Zustandsbild der Kölner Straßen, das den Ämtern der Stadt Köln helfen kann, mögliche Schäden und Gefahrenpunkte schneller zu erkennen.

Peter Mooren: „Die Digitalisierung ist und bleibt Chance und Herausforderung, der wir uns gemeinsam für die Menschen in Köln stellen werden.“

Die AWB hat im Geschäftsjahr 2020 aber auch noch weitere Themen zum Wohle von Köln und der hier lebenden Menschen vorangetrieben. Hierzu gehören:

Kampagne gegen Littering

Illegale Müllablagerungen, auch Littering genannt, sind ein großes Problem. Sie stören nicht nur das Stadtbild, sondern schaden auch der Umwelt. Die AWB hat 2020 gemeinsam mit der Stadt Köln ein Maßnahmenpaket gegen Littering geschnürt und vorgestellt. Die Umsetzung erfolgt in Abhängigkeit von der anhaltenden COVID-19-Pandemie. So ist beispielsweise für 2021 eine Plakatkampagne geplant, die die Bevölkerung für illegale Müllablagerungen sensibilisieren soll.

Aktion „Kölle putzmunter“

Die AWB übernahm wie auch in den Vorjahren die Koordination und Logistik der ganzjährigen Aktion „Kölle putzmunter“. Die wichtigsten Kooperationspartner waren die Stadt Köln und die Zeitung „Express“. Im Jahr 2020 legte die Aktion jedoch aufgrund der Corona-Kontaktbeschränkungen zunächst eine zweimonatige Pause ein. Nach Erstellung von Hygieneempfehlungen in Abstimmung mit der Stadt Köln fanden dann aber 300 Sam-melaktionen statt, an denen sich rund 250 Vereine und Institutionen, 40 Schulen und 10 Kindertagesstätten beteiligten. Dabei sammelten die Teilnehmer rund 350 m³ Abfall ein. Im Vorjahr hatten die Teilnehmer bei 405 Aktionen 560 m³ Abfall beseitigt.

 

Abfallwirtschaftsbetriebe Köln auf einen Blick – Stand 31.12.

*) Seit dem 1. Januar 2014 existiert ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Stadtwerke Köln GmbH. Die dargestellten Ergebnisse sind jeweils das Ergebnis vor Ergebnisabführung.

**) Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter gibt die gem. § 267 Abs. 5 ermittelte Zahl wieder

***) Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthält wegen des Ergebnisabführungsvertrages kein Jahresergebnis mehr.